Bokela

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Projekt
Bokela
Aufbau des Dateninformationssystems für das GESEP Kern- und Probenlager zur Erfassung und Verwaltung von Bohrkernen und Nachweis der Bestände in einem Internetportal
Zeitraum: 01.07.2011 bis 30.06.2014
Beteiligt: GFZ Potsdam, MARUM Uni Bremen, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Website: Projekt-Webseiten

Deutsches Bohrkernlager

Bokela - Aufbau des Dateninformationssystems für das GESEP Kern- und Probenlager zur Erfassung und Verwaltung von Bohrkernen und Nachweis der Bestände in einem Internetportal

Ziel des Projekt Bokela ist der Aufbau eines geowissenschaftlichen Proben- und Informationssystems für ein neues, nationales Lager für Bohrkerne und Proben aus Forschungsbohrungen, das initiiert durch das Deutschen Forschungsbohrkonsortium (GESEP e.V.) erstellt wird. Dabei soll am Beispiel von umfassend dokumentierten Bohrkernen und Daten des International Continental Scientific Drilling Program in einem ersten Schritt eine Probenverwaltungssoftware entwickelt und mit persistenten Identifikatoren versehen werden. Eine weitere Entwicklungslinie wird dem Aufbau eines digitalen Portals dienen, das die nachhaltige Nutzung der Daten und Proben sowie der Vernetzung mit weiteren geowissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen ermöglicht. Diese Entwicklung soll zu einer projektunabhängigen, zentralen Datenbasis führen, die Primärdaten, Metadaten, und die dazugehörigen Proben und Publikationen zusammenführt. Dabei werden existierende Komponenten weiter entwickelt und mittels neuer Standards globalverknüpft.

Das Projekte BoKeLa wurde vom German Scientific Earth Probing Consortium (GESEP e.V.) initiiert. Dem Konsortium gehören 15 geowissenschaftliche Institute mit einer breiten Expertise im Bereich Forschungsbohrungen an Land, im Meer und im Eis an. Das Projekt Bokela selbst wird von drei Projektpartnern getragen: der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, dem Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ und dem MARUM.

Ausgangspunkt der Entwicklung eines Bohrkern- und Probenverwaltungssystems ist das Drilling Information System (DIS) das bereits seit Jahren in diesem Bereich eingesetzt wird, aber für die hier geplante Nutzung umfangreicher anpassungsarbeiten bedarf. Dieses System unterstützt das Datenmanagement bereits an der Bohrung, dann im Labor und dient später der Verwaltung im Kernlager. Alle Kerne und Proben werden mit einem eindeutigen Identifikator versehen, der International Geo Sample Number (IGSN). Damit wird es möglich sein Kerne und Proben dauerhaft identifizierbar und in der Fachliteratur zitierbar zu machen, sowie wissenschaftliche Daten direkt Proben zuzuordnen. Über ein Webportal werden die Kernlager-Informationen nach dem Open Access Prinzip zugänglich gemacht und mit Datenzentren (z.B. PANGAEA) und Publikationen verknüpft.