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Deutschland

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Leitline

Am 30. September 2015 hat der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten“ verabschiedet.

Vorgaben für Projekte

„Wenn aus Projektmitteln systematisch (Mess-)Daten erhoben werden, die für die Nachnutzung geeignet sind, legen Sie bitte dar, welche Maßnahmen ergriffen wurden bzw. während der Laufzeit des Projektes getroffen werden, um die Daten nachhaltig zu sichern und ggf. für eine erneute Nutzung bereit zu stellen.“

Auch die DFG hat sich hier eingereiht. Bereits 2009 veröffentlichte der Unterausschuss Informationsmanagement des Ausschusses für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme der DFG „Empfehlungen zur gesicherten Aufbewahrung und Bereitstellung digitaler Forschungsprimärdaten“; in diesen wird Mittelempfängern empfohlen Forschungsdaten „nach Möglichkeit überregional und frei zur Verfügung“ zu stellen. 2010 verankerte die DFG das Thema in ihrem „Leitfaden für Antragsteller“. In diesem werden Antragsteller aufgefordert Maßnahmen zu beschreiben, die „ergriffen wurden bzw. während der Laufzeit des Projektes getroffen werden, um die Daten nachhaltig zu sichern und ggf. für eine erneute Nutzung bereit zu stellen.“

Programme

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Vorgaben für Projekte

  • Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA)

Programme

Europäische Union

Rahmenprogramm der Europäischen Kommission Horizon 2020 (2014-2020)

Vorgaben für Forschungsprojekte

Die EU-Kommission hat Ende 2013 zwei Leitfäden für Antragsteller im Rahmenprogramm Horizon 2020 veröffentlicht:

Zusätzlich wurde ein Factsheet veröffentlicht:

Großbritannien

  • Übersicht über Forschungsförderer und deren Data Policies

Wellcome Trust

„The Wellcome Trust expects all of its funded researchers to maximise the availability of research data with as few restrictions as possible.“

Andere Förderer in den Lebenswissenschaften folgen diesem Schritt. So verabschiedete der Wellcome Trust 2007 eine „Policy on data management and sharing“. 2011 äußeren sich mehrere medizinische Förderorganisationen auf Initiative des Wellcome Trust in einem gemeinsamen Statement unter dem Titel „Sharing research data to improve public health“ zum Thema. Darin kündigen die Förderer an, ihre zukünftigen Aktivitäten rund um die Zugänglichkeit wissenschaftlicher Daten zu intensivieren.

USA

  • Übersicht zu Förderern, die Forschungsdatenmanagement-Pläne (Data Management Plans, DMP) verlangen

National Institute of Health

„The NIH expects and supports the timely release and sharing of final research data from NIH-supported studies for use by other researchers“

Über die Verankerung an wissenschaftlichen Institutionen hinaus, kommt der Einführung von Empfehlungen und Verpflichtungen auf Seiten der Forschungsförderer eine bedeutende Rolle zu. Über ihre Verwendungsrichtlinien haben diese die Möglichkeit den Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu steuern.

2003 veröffentlichte das National Institute of Health (NIH) eine „NIH Data Sharing Policy“. Nach dieser sind Antragsteller, die eine Zuwendung ab 500.000 US-Dollar beantragen, aufgefordert Aussagen zum „data sharing“ zu tätigen.

US National Science Foundation (NSF)

„Investigators are expected to share with other researchers, at no more than incremental cost and within a reasonable time, the primary data, samples, physical collections and other supporting materials created or gathered in the course of work under NSF grants. Grantees are expected to encourage and facilitate such sharing.“

Die US National Science Foundation (NSF) ist in ihrer Politik noch etwas konkreter und verlangt seit 2011 einen so genannten Daten Management Plan, in der ein Antragsteller beschreiben muss, welche Maßnahmen er zur Umsetzung der „Data Sharing Policy“ der NSF trifft (NSF 2011).

Disziplinspezifische Förderung

Empirische Bildungsforschung

Anmerkung

Diese Zusammenstellung basiert u.a. auf: Pampel, H., & Bertelmann, R. (2011). „Data Policies“ im Spannungsfeld zwischen Empfehlung und Verpflichtung. In S. Büttner, H.-C. Hobohm, & L. Müller (Eds.), Handbuch Forschungsdatenmanagement (pp. 49–61). Bad Honnef: Bock + Herchen. urn:nbn:de:kobv:525-opus-2287

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