Private Universitäten und Forschungsdatenmanagement: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Forschungsdaten.org
Zur Navigation springen Zur Suche springen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 48: Zeile 48:


===== Universität Witten/Herdecke ist Mitglied der NFDI =====
===== Universität Witten/Herdecke ist Mitglied der NFDI =====
jj
<blockquote>[https://www.uni-wh.de/universitaet-witten/herdecke-wird-mitglied-der-nationalen-forschungsdateninfrastruktur-ev-nfdi „Good research data, better research, more and new knowledge!“ Mit diesem Leitsatz engagiert sich die Universität Witten/Herdecke (UW/H) künftig in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur e. V. (NFDI).]
Am 24. Juni 2025 wurde die Aufnahme der UW/H in den Verein NFDI offiziell bestätigt. Die Mitgliedschaft basiert auf einem Antrag von Annette Strauch-Davey, Referentin für Forschungsdatenmanagement (FDM) an der UW/H, und erfolgte nach Zustimmung durch das Direktorat und Kuratorium der NFDI.
Forschungsdaten – als Basis für eine zukunftsfähige Wissenschaft – benötigen effiziente, fachübergreifende und nachhaltige Lösungen. Niemand kann diese allein entwickeln, deshalb braucht es dafür alle guten und möglichen Kooperationen sowie bestmögliche Kommunikationswege. </blockquote>

Version vom 21. Juni 2026, 18:18 Uhr

Private Hochschulen in Deutschland unterliegen denselben wissenschaftlichen Standards wie staatliche Universitäten und dazu gehört ein professionelles Forschungsdatenmanagement (FDM).

Sie müssen FDM-Strukturen aufbauen, um Fördervorgaben zu erfüllen, gute wissenschaftliche Praxis sicherzustellen und sich in nationale Netzwerke wie die NFDI einzubinden.

Forschungsdatenmanagement an Privatuniversitäten

1. Bedeutung

Privatuniversitäten sind Teil der deutschen Forschungslandschaft und müssen dieselben Standards guter wissenschaftlicher Praxis erfüllen wie staatliche Hochschulen. Ein systematisches Forschungsdatenmanagement (FDM) ist dafür zentral.

2. Anforderungen

  • Gute wissenschaftliche Praxis: Dokumentation, Sicherung und Nachvollziehbarkeit von Forschungsdaten.
  • Fördervorgaben: DFG, BMBF und EU verlangen Datenmanagementpläne und FAIR-orientierte Datenstrategien.
  • Rechtliche Grundlagen: DSGVO, Urheberrecht, Ethikrichtlinien.

3. Herausforderungen für Privatuniversitäten

  • Aufbau eigener FDM-Strukturen und Policies
  • Begrenzte Ressourcen und projektbasierte Finanzierung
  • Bedarf an Kooperationen und Nutzung externer Repositorien
  • Integration in nationale Netzwerke wie die NFDI

4. Zentrale Bausteine

5. Chancen

  • Hohe Flexibilität bei der Einführung neuer Prozesse
  • Profilbildung durch professionelle FDM-Strukturen
  • Stärkung der Forschungsqualität und Sichtbarkeit

Beispiel FDM an der Universität Witten/Herdecke

  • An der Universität Witten/Herdecke wird der Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM) seit November 2024 ganz neu aufgebaut. FDM umfasst auch dort alle Methoden und Verfahren, die sicherstellen, dass Forschungsdaten langfristig genutzt werden können: von der Generierung über die Bearbeitung und Anreicherung bis hin zur Veröffentlichung und Archivierung. Unterstützt werden bestmöglich alle Wissenschaftler:innen, das wissenschaftliche Personal und insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs beim Umgang mit Forschungsdaten:
Local Data Hub der Universität Witten/Herdecke

Für die UW/H entsteht ein prototypischer Local Data Hub, der klinische Forschungsstudien systematisch beschreibt, archiviert und über standardisierte Metadaten sichtbar macht. Diese Metadaten werden an die zentrale Komponente des Health Study Hub von NFDI4Health angebunden.

Aufbau eines Local Data Hub (LDH) – einer webbasierten Plattform, die medizinische Forschungsdaten wie Studienprotokolle, Analysen, Publikationen oder Datensätze strukturiert erfasst und langfristig verfügbar macht. Der LDH unterstützt einen Umgang mit Gesundheitsdaten im Sinne der FAIR-Prinzipien:

Findable, Accessible, Interoperable, Reusable

Universität Witten/Herdecke ist Mitglied der NFDI

jj

„Good research data, better research, more and new knowledge!“ Mit diesem Leitsatz engagiert sich die Universität Witten/Herdecke (UW/H) künftig in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur e. V. (NFDI).

Am 24. Juni 2025 wurde die Aufnahme der UW/H in den Verein NFDI offiziell bestätigt. Die Mitgliedschaft basiert auf einem Antrag von Annette Strauch-Davey, Referentin für Forschungsdatenmanagement (FDM) an der UW/H, und erfolgte nach Zustimmung durch das Direktorat und Kuratorium der NFDI.

Forschungsdaten – als Basis für eine zukunftsfähige Wissenschaft – benötigen effiziente, fachübergreifende und nachhaltige Lösungen. Niemand kann diese allein entwickeln, deshalb braucht es dafür alle guten und möglichen Kooperationen sowie bestmögliche Kommunikationswege.