PODMAN

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Projekt
PODMAN
Prozessorientierte Entwicklung von Managementinstrumenten für Forschungsdaten im Lebenszyklus
Zeitraum: 01.06.2017 bis 31.05.2017
Beteiligt: Universität Trier - Servicezentrum eSciences
Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID)
gefördert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Website: Projekt-Webseiten


Das BMBF-Projekt PODMAN entwickelt ein Referenzmodell und ein zugehöriges prozessorientiertes Benchmarking-Verfahren zur Implementierung des Forschungsdatenmanagements an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Durchgeführt wird das PODMAN-Projekt vom Servicezentrum eSciences der Universität Trier und dem Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID).

Hintergrund

Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen werden zunehmend in die Verantwortung genommen, für ihre Forschenden Strukturen und Services für den nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten bereitzustellen. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, sowohl allgemeine Richtlinien zum Umgang mit Forschungsdaten, als auch fach- und datenspezifische Standards verständlich und leicht zugänglich darzustellen.

Um diesen Bedarf zu decken, wurde die BMBF-Förderrichtlinie zur „Erforschung des Managements von Forschungsdaten in ihrem Lebenszyklus an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen“[1] ins Leben gerufen. Das Projekt „Prozessorientierte Entwicklung von Managementinstrumenten für Forschungsdaten im Lebenszyklus“ (PODMAN) wird in diesem Rahmen gefördert und hat die Entwicklung eines Forschungsdatenmanagement-Referenzmodells und eines zugehörigen prozessorientierten Benchmarking-Verfahrens zum Ziel. Darüber soll den Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ein Orientierungsrahmen bereitgestellt werden, den sie flexibel zur Umsetzung eigener Datenmanagementstrategien nutzen können. Die Entwicklung eines solchen Rahmenmodells folgt dabei einem prozessorientierten strategischen Ansatz, wonach der Forschungsprozess und das Management des Datenlebenszyklus als zwei miteinander interagierende soziale Prozesse verstanden werden.

Insofern als die Interaktionen zwischen den beteiligten Akteuren der beiden Prozesse derzeitig zumeist noch unstrukturiert ablaufen, wird die Notwendigkeit der Bereitstellung allgemeiner Leitlinien zur Implementierung von Datenmanagementstrategien an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen offensichtlich.

Ziel

Um eine entsprechende Strukturierung der in das Forschungsdatenmanagement (FDM) involvierten Prozesse vorzunehmen, sollen die folgenden strategischen Ziele verfolgt werden:

  • Verstehen des konkreten Zusammenspiels aller Beteiligten mittels einer vergleichenden Prozessanalyse für die an der Universität Trier und am ZPID bereits vorhandenen FDM-Infrastrukturen und Services im Bereich der Geisteswissenschaften und der Psychologie
  • Entwicklung von Instrumenten zur erfolgreichen Steuerung der Zusammenarbeit und Kommunikation sowie der Qualifizierung

Durch das in PODMAN geplante modellgestützte Benchmarking werden Hochschulleitungen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in die Lage versetzt, ihre FDM-Strategien und damit ihre –Services passgenauer und forschungsorientierter (weiter) zu entwickeln.

Zudem werden Forschende in die Lage versetzt, FDM in den eigenen Forschungsprozess zu integrieren und sich in den Prozess der Entwicklung der FDM-Strategie aktiv einzubringen.

Veröffentlichungen

Im September 2018 hat das PODMAN-Team erste Arbeitsversionen für drei zentrale Instrumente zur Implementierung von optimierten FDM-Infrastrukturen und -Services an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen veröffentlicht. Das übergeordnete Ziel von allen drei Instrumenten ist es, die Entwicklung passgenauer Lösungen für die Implementierung von FDM zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurde zunächst eine forschungsprozessspezifische Kompetenzmatrix entwickelt. Diese soll grundsätzlich zwei Funktionen erfüllen: Erstens definiert sie die zur Implementierung eines umfassenden institutionellen FDM-Konzeptes notwendigen Aufgaben und zweitens die damit verbundenen Kompetenzen der ausführenden Akteure. Gleichzeitig soll die Kompetenzmatrix aber auch der Identifikation von relevanten Qualifizierungsbereichen dienen und damit die Implementierung bedarfsgerechter Qualifizierungsmaßnahmen ermöglichen. Ein Konzept zur formalen Ausgestaltung sowie Anregungen zur inhaltlichen Ausformung solcher Qualifizierungsmaßnahmen finden sich in dem zweiten vom PODMAN-Projekt veröffentlichten Instrument, nämlich dem Qualifizierungskonzept. Da es neben der Qualifizierung von Mitarbeitenden auch adäquate Services und Infrastrukturen zur Umsetzung der mit den verschiedenen Kompetenzen assoziierten Aufgaben braucht, wurden exemplarisch fachspezifische Anforderungskataloge für die Implementierung entsprechender FDM-Angebote in der Psychologie und den Geisteswissenschaften entwickelt.

Alle Dokumente haben den Status von Arbeitspapieren und sollen im weiteren Projektverlauf Community-basiert weiterentwickelt werden. Neben der Möglichkeit der Nachricht an fdm@uni-trier.de kann auch das speziell in Bezug auf die Kompetenzmatrix und die Anforderungskataloge entwickelte Feedback-Tool genutzt werden. In allen Fällen freut sich das PODMAN-Team auf zahlreiche Rückmeldungen.

Alle Dokumente können über den OPUS der Universität Trier abgerufen werden:

Abschlusstagung 2019

Das Servicezentrum eSciences der Universität Trier und das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) laden ein zur Tagung

„Forschung + Datenmanagement = Forschungsdatenmanagement - Wann geht die Gleichung auf?“

Implementierung einer institutionellen FDM-Infrastruktur- und ‑Service-Landschaft.


Eckdaten

Die Tagung findet am 27. und 28. März 2019 an der Universität Trier statt.

Die Tagung richtet sich an alle Personen, die aktiv an der Gestaltung von FDM-Strukturen und ‑Konzepten an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen beteiligt sind.


Kurzbeschreibung

Willkommen sind Vorträge aus allen Bereichen, die sich mit der Integration von Forschung und FDM auseinandersetzen. Die Beiträge könnten beispielsweise folgende Bereiche adressieren:

  • Gestaltung der Organisationsstruktur für ein institutionalisiertes FDM
  • Konzeption von Anreiz-/Rewardsystemen für Forschende
  • Anforderungen und Kriterien für die Entwicklung von FDM-Qualifizierungskonzepten

Es können auch Beiträge/Stellungnahmen zu den bereits ausgearbeiteten Materialien des PODMAN-Projektes (siehe oben) eingereicht werden.

Interessierte können Abstracts mit einer Länge von maximal 250 Wörtern bis spätestens 15.12.2018 an fdm@uni-trier.de zu schicken. Das Abstract soll den Titel des Beitrags sowie Name, E-Mail-Adresse und Institution der/des Einreichenden enthalten.

Bei Fragen zur Tagung können Sie das PODMAN-Team unter der E-Mail-Adresse fdm@uni-trier.de erreichen.

Weblinks

Ansprechpartner

Projektkoordination
Marina Lemaire
esciences@uni-trier.de

Projektmitarbeit
Dr. Katarina Blask
blask@uni-trier.de

Dr. André Förster
foerster@uni-trier.de