Wer soll das bezahlen? Kosten- und Betriebsmodelle für nachhaltige Forschungsinfrastrukturen und FDM-Services

Aus Forschungsdaten.org
Version vom 15. Mai 2019, 15:22 Uhr von Jens Ludwig (Diskussion | Beiträge) (12. Juni 2019)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

DINI/nestor Workshop - Wer soll das bezahlen? Kosten- und Betriebsmodelle für nachhaltige Forschungsinfrastrukturen und FDM-Services

Ort: Trier

Termin: 12./13. Juni 2019

Ankündigung

Die Bereitstellung von IT-Infrastrukturen und Services rund um das Forschungsdatenmanagement (nachfolgend FDM) kostet - wenig überraschend - Geld. So müssen auf der einen Seite Dienstleister, wie Rechenzentren, Bibliotheken, eSciences-Servicestellen etc. Betriebsmodelle finden, die es ihnen entsprechend ihres lokalen, regionalen, nationalen oder gar internationalen Adressatenkreises ermöglichen, ihre Dienste nachhaltig und kosteneffizient bereitzustellen. Auf der anderen Seite sind die Forschenden, die die passenden Dienstleister finden müssen und ggf. eine individuelle Finanzierung benötigen oder sich an einem kollektiven Zuteilungsverfahren beteiligen müssen.

Zu diesem Themenspektrum will der Workshop "'Wer soll das bezahlen?' Kosten- und Betriebsmodelle für nachhaltige Forschungsinfrastrukturen und FDM-Services" am 12. und 13. Juni 2019 in Trier eine Gelegenheit zum Austausch von Überlegungen und Erfahrungen bieten. Er wird gemeinsam von der DINI/nestor-AG Forschungsdaten und dem Servicezentrum eSciences der Universität Trier veranstaltet und ist der abschließende Workshop einer Reihe zum Aufbau von FDM-Angeboten an Universitäts- und Forschungsstandorten. (Die Dokumentation der ersten beiden Workshops zu Bedarfserhebungen und Governance ist unter http://www.forschungsdaten.org/index.php/DINI-nestor-Workshopreihe verlinkt.)

Die Veranstalter*innen bitten um die Einreichung von Beiträgen für Vorträge (ca. 20 Min.), die sich mit Kosten- und Betriebsmodellen für Forschungsinfrastruktur und Forschungsdatenmanagement auseinandersetzen. Dies kann sowohl aus der Perspektive von Dienstleistern als auch aus Sicht der Forschenden bzw. Forschungseinrichtungen erfolgen und Fragen behandeln wie z.B.:

  • Wie lassen sich Kosten für den Regelbetrieb ermitteln? (z.B. durch Kosten-Leistungsrechnung)
  • Welche Finanzierungsmodelle sind für FDM-Services geeignet und werden akzeptiert?
  • Was ist bei der Erstellung und Pflege von Leistungs-/Servicekatalogen zu beachten?
  • Was sind geeignete Körperschaftsformen (z.B. Kooperationsvertrag, Genossenschaftsmodell, gemeinnützige GmbH, Verein, Verwaltungsabkommen) für FDM-Dienstleistungen?
  • Was sind zu berücksichtigende rechtlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. die Auswirkungen des EU-Beihilferechts bei einem standortübergreifenden Dienstangebot?
  • Wie gehen Forschungseinrichtungen mit zunehmenden FDM-Aufgaben um? Wird die Verwendung der Overheadmittel angepasst? Erfolgt eine Umverteilung durch organisatorische Umstrukturierungen?
  • Welche Strategien haben sich bei der Beantragung von Drittmittel für FDM-Services bewährt?

Kurzum: Welche Strategien verfolgen die jeweiligen Akteure (Anbietende und Nutzende) bei der Frage, wie das FDM finanziert werden kann?

Da sich derzeit nahezu alle Forschungseinrichtungen eher in einer Explorationsphase befinden, um diese Fragen zu beantworten, sind auch Beiträge aus anderen Bereichen (wie z.B. Universitätsverlage) sehr willkommen, die forschungsnahe Dienstleistungen wie Open Access-Zeitschriften, drittmittelfinanzierte Softwareentwicklungen oder Auftragsforschung erbringen. Diese Betriebs- und Finanzierungsmodelle können vielleicht als Schablonen, Vergleichsmaßstäbe oder Inspiration dienen, um FDM-spezifische Kosten- und Betriebsmodelle und dazugehörige Finanzierungsoptionen zu entwickeln.

Wir bitten alle Interessierten, kurze Abstracts (maximal 500 Wörter) bis zum 5. Mai 2019 an esciences@uni-trier.de zu senden. Die Veröffentlichung des Workshop-Programms und Freischaltung der Anmeldung erfolgt um den 8. Mai.

Anmeldung

Das Anmeldeformular ist auf der DINI-Webseite zu finden. Anmeldeschluss ist am 3.6.2019.

Die Teilnehmerzahl ist aufgrund von Raumkapazität auf 80 Personen begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 20,00 Euro. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Programm

12. Juni 2019

12:00 - 13:00 Uhr Registrierung und Imbiss
13:00 - 13:15 Uhr Begrüßung und Einführung (Michael Jäckel (Präsident der Universität Trier) und DINI/nestor-AG Forschungsdaten)
13:15 - 14:30 Uhr Block 1: Modelle für Betrieb und Organisation
Das Betriebs- und Geschäftsmodell der Virtuellen Forschungsumgebung FuD
Marina Lemaire (Universität Trier)
GFBio - A FAIR infrastructure network to assist scientists in data management
Janine Felden (Universität Bremen)
Kosten- und Betriebsmodelle für geisteswissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen
Peter Gietz (DAASI International GmbH)
14:30 - 15:00 Uhr Kaffeepause
15:00 - 16:15 Uhr Block 2: Kostenfaktoren
Kosten-Komponenten aus Sicht der Datennutzungs-Umgebung (Arbeitstitel)
Harry Enke (Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam)
Was soll das nur kosten? – Versuch einer Ressourcenbedarfsanalyse am Beispiel der Universitätsmedizin Göttingen
Sven Bingert, Claudia Engelhardt, Harald Kusch, Steffen Rörtgen, Valeria Savin (Universität Göttingen)
Was kostet die Welt der Datenarchivierung? Die Bepreisung von Dienstleistungen rund um die Datenarchivierung am Beispiel des GESIS Datenarchivs für Sozialwissenschaften
Sebastian Netscher (GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften)
16:15 - 16:45 Uhr Kaffeepause
16:45 - 17:35 Uhr Block 3: Finanzierung
FDM-Kosten in Forschungsanträgen. Der Ansatz der Universität Trier. (Arbeitstitel)
Gisela Minn (Universität Trier)
CiTAR - Zitierbare wissenschaftliche Methoden - Ein dezentrales On-demand Dienstmodell
Klaus Rechert (Universität Freiburg)
17:35 - 18:00 Uhr Diskussion im Plenum
19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen auf Selbstzahlerbasis

13. Juni 2019

09:00 - 09:50 Uhr Block 4: Finanzierung im Bereich Open Access
Open Access Finanzierung an der Freien Universität Berlin - ein Kosten- und Betriebsmodell
Birgit Schlegel (Freie Universität Berlin)
Aktuelle Entwicklungen im Open Access Publishing. Konventionelle, innovative und problematische Geschäftsmodelle.
Gerhard Eilbacher (ZPID Trier)
09:50 - 10:20 Uhr Kaffeepause
10:20 - 12:00 Uhr Breakout Session
Was heißt „Nachhaltigkeit“?
Was sind sinnvolle dauerhafte Kooperationsformen?
Wie lassen sich Kosten und Aufwände ermitteln?
12:00 - 13:00 Uhr Diskussion und Abschluss im Plenum
ab 13:00 Uhr Mittagsimbiss
Treffen von Arbeitsgruppen