AtMoDat

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Projekt
AtMoDat
Atmosphären-Modelldaten: Datenqualität, Kurationskriterien und DOI-Branding
Zeitraum: Juni 2019 bis Mai 2022
Beteiligt: Deutsches Klimarechenzentrum GmbH (DKRZ)
Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)
Arbeitsgruppe Mesoskalige und Mikroskalige Modellierung, Meteorologisches Institut, Universität Hamburg (UHH)
Arbeitsgruppe Wolken und globales Klima, Leiziper Institut für Meteorologie, Universität Leipzig (ULei)
gefördert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Website: Projekt-Webseiten


Das Vorhaben „Atmosphären-Modelldaten: Datenqualität, Kurationskriterien und DOI-Branding“ (AtMoDat) zielt darauf ab, für Teildisziplinen der atmosphärischen Modellierung neue Datenqualitätsstandards und Kurationskriterien auf Basis existierender Standards zu entwickeln. Archivierte Forschungsdaten sollten auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar (FAIR) sein. Qualitätsgesicherte Daten und transparente Kurationskriterien sind wichtig, um eine effektive teilweise und spätere Wiederverwendung von Forschungsdaten durch andere Forschungsgemeinschaften und Behörden zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang konzentriert sich der AtMoDat auf zwei Aspekte:

  • CMIP (Coupled Model Intercomparison Project) Datenstandards werden an die Bedürfnisse kleinerer MIPs (Model Intercomparison Projects) und an die städtische Klimaforschung angepasst.
  • Das bestehende DataCite Metadatenschema wird erweitert, um Informationen über die fachspezifische Qualitätsprüfung der veröffentlichten Daten zu erhalten.

Das Verbundprojekt AtMoDat wird im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur Entwicklung und Erprobung von Kurationskriterien und Qualitätsstandards von Forschungsdaten im Zuge des digitalen Wandels im deutschen Wissenschaftssystem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Partner im Verbundprojekt sind das Deutsches Klimarechenzentrum (DKRZ), die Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB), die Arbeitsgruppe Mesoskalige und Mikroskalige Modellierung am Meteorologischen Institut der Universität Hamburg (UHH) und der Arbeitsgruppe Wolken und globales Klima am Leipziger Institut für Meteorologie an der Universität Leipzig (ULei).

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Hintergrund

Der Austausch und die Interpretation von Klimamodelldaten ist weit über die Klimaforschungsgemeinschaft hinaus von Bedeutung, wird aber derzeit durch das Fehlen umfassender Qualitätssicherungsmaßnahmen und koordinierter Kurationskriterien behindert. In der Meteorologie und Klimaforschung werden Datenqualitäts- und Datenkurationsstandards vor allem in großen, international koordinierten Modellvergleichsstudien (MIPs, z.B. Coupled Model Intercomparison Project - CMIP) etabliert und angewendet.

Qualitätsgesicherte Daten und transparente Kurationskriterien sind jedoch wichtig, um eine effektive Teil- und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten durch andere Forschungsgemeinschaften und Behörden zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang konzentriert sich das Projekt AtMoDat (Atmosphären-Modelldaten: Datenqualität, Kurationskriterien und DOI-Branding) auf zwei Aspekte:

  • Die CMIP-Datenstandards werden an die Bedürfnisse kleinerer MIPs und an die städtische Klimaforschung angepasst.
  • Das bestehende DataCite Metadatenschema wird erweitert, um Informationen über die fachspezifische Qualitätsprüfung der veröffentlichten Daten zu erhalten.

Zwei national und international stark vernetzte Partner aus der Klimaforschung (Universität Hamburg, Universität Leipzig), ein Infrastrukturbetreiber aus der Klimaforschung (DKRZ) und die Technische Informationsbibliothek (TIB) Hannover bilden das AtMoDat-Konsortium.


Projektpartner

Deutsche Klimarechenzentrum

Das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) ist ein zentrales Dienstleistungszentrum für die deutsche simulationsbasierte Klima- und Erdsystemforschung, das Hochleistungsrechner, Datenspeicher und weitere Dienstleistungen für diese Forschungsgemeinschaft bereitstellt. Als Gastgeber des Langzeitarchivs "World Data Center for Climate" (LTA - WDCC) ist das DKRZ nicht nur daran interessiert, Modelldaten zu erhalten, sondern auch wiederverwendbare Daten für interessierte Nutzer bereitzustellen.

Technische Informationsbibliothek

Die Technische Informationsbibliothek (TIB) ist die Deutsche Zentralbibliothek für Naturwissenschaften und Technik in den Bereichen Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Neben der Aufbewahrung von gedruckten Dokumenten beschäftigt sich die TIB mit der Bereitstellung und Entwicklung digitaler Dienstleistungen für die wissenschaftliche Gemeinschaft. In diesem Zusammenhang fördert die TIB Open Access und war Mitbegründer von DataCite e.V.

Meteorologische Institut der Universität Hamburg

Das Meteorologische Institut der Universität Hamburg (MI UHH) entwickelt lokale und globale meteorologische Modelle, betreibt einen der größten und modernsten Grenzschichtwindkanäle Europas und bietet einen der wenigen meteorologischen Studiengänge in Deutschland an. Die Arbeitsgruppen "Mesoskalen- und Mikroskalenmodellierung" und "Environmental Wind Tunnel Laboratory" des MI nehmen an AtMoDat teil. Sie entwickeln Stadtklimamodelle und betreiben praktische Forschung im Windkanal.

Leipziger Institut für Meteorologie der Universität Leipzig

Die Forschungsgruppe Clouds and Global Climate des Leipziger Instituts für Meteorologie der Universität Leipzig führt Wolken- und Niederschlagsmodelle auf regionaler und globaler Ebene durch. Die Gruppe ist an mehreren Modellvergleichsprojekten (MIPs) beteiligt und leitet zwei davon.


Weblinks