European Health Data Space (EHDS)

Aus Forschungsdaten.org
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Der European Health Data Space (EHDS) ist eine Initiative der Europäischen Union, die erstmals einen einheitlichen, sektorspezifischen Datenraum für Gesundheitsdaten auf EU-Ebene schafft.

Ziel: Harmonisierung des Zugangs zu und Austausch von elektronischen Gesundheitsdaten sowohl für die Versorgungsprozesse (Primärnutzung) als auch für Forschung, Innovation und Politik (Sekundärnutzung).

"Mit der EHDS-Verordnung soll ein gemeinsamer Rahmen für Nutzung und Austausch elektronischer Gesundheitsdaten in der gesamten EU geschaffen werden. Dank der Verordnung können Patientinnen und Patienten besser auf ihre personenbezogenen elektronischen Gesundheitsdaten zugreifen, und sie haben auch mehr Kontrolle darüber. Außerdem können bestimmte Daten für Zwecke des öffentlichen Interesses, der Unterstützung gesundheitspolitischer Maßnahmen und der wissenschaftlichen Forschung weiterverwendet werden. Die Verordnung unterstützt eine gesundheitsspezifische Datenumgebung zum Nutzen eines Binnenmarkt für digitale Gesundheitsdienste und -produkte. Darüber hinaus wird mit der Verordnung ein harmonisierter rechtlicher und technischer Rahmen für Systeme für elektronische Patientenakten (European Health Record Systems, EHR-Systeme) geschaffen, was Interoperabilität, Innovation und das reibungslose Funktionieren des Binnenmarkts fördert."[1]


Konopik, J. Der Europäische Raum für Gesundheitsdaten (EHDS) und seine Bedeutung für das deutsche Gesundheitswesen. Präv Gesundheitsf 21, 171–176 (2026). https://doi.org/10.1007/s11553-025-01200-z

Link zur Verordnung über den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS): https://health.ec.europa.eu/ehealth-digital-health-and-care/european-health-data-space-regulation-ehds_de