FDM und Gender (Studies/Research) (Forschungsdatenmanagement und Geschlechterforschung)
Forschungsdatenmanagement (FDM) in der Geschlechterforschung bezeichnet die systematische Organisation, Aufbereitung, Speicherung und datenschutzkonforme Bereitstellung von Forschungsdaten, die im Kontext der Gender Studies generiert werden.
Ziel ist es, diese Daten nach den FAIR-Prinzipien langfristig auffindbar und nachnutzbar zu machen, während gleichzeitig die Sensibilität und Anonymität oft vulnerabler oder marginalisierter Personengruppen streng geschützt wird.
Für die Ansprüche im Kontext Gender Research entstehen im deutschsprachigen Raum maßgeschneiderte Netzwerke (Stand 2026).
FID Gender
"Eine neue Infrastruktur wird künftig gezielt auf diese Bedarfe eingehen: der FID Gender, ein Fachinformationsdienst für die Geschlechterforschung. Der FID Gender ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Verbundprojekt, das spezialisierte Serviceangebote für Forschende im Bereich der Geschlechterforschung entwickelt – (...)." (Zugriff am 25.08.2026)
"Der FID Gender versteht sich als vernetzende Infrastruktur für ein inter-, trans- und multidisziplinär organisiertes Feld. Über das entstehende Webportal werden zentrale Angebote gebündelt, aktuelle Informationen bereitgestellt und Austauschformate initiiert."
https://www.mvbz.fu-berlin.de/vernetzung/fid_gender/index.html
Qualiservice und FID-Gender
https://www.qualiservice.org/de/news/arbeiten-von-Qualiservice-im-FID-Gender-gestartet.html
META-Katalog
"Eine zentrale Rolle spielt (...) das Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF) mit der feministischen Datenbank und Suchmaschine META, die zentrale Bestände zur Frauen- und Geschlechtergeschichte des i.d.a.-Dachverbandes digital zugänglich macht. „Der META-Katalog von i.d.a und DDF bietet die Ausgangsbasis für diesen gemeinsamen neuen Such- und Nachweisraum." (Quelle: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/erster-fachinformationsdienst-fuer-die-gender-studies-ddf-bringt-feministische-daten-ein)
Data And Information On Gender And Academia
Informationen via GESIS: https://www.gesis.org/en/cews/data-and-information (Zugrif am 25.08.2026)
Gender in EU research and innovation
https://rea.ec.europa.eu/gender-eu-research-and-innovation_en
Projekt GenDiMedNet - "Interaktive Technologien für geschlechtsspezifische Gesundheit" (GeGe), gefördert vom BMFTR
https://www.interaktive-technologien.de/projekte/gendimednet (Zugriff 25.08.2026)
https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/medizin/entry/auftakt-f-uuml-r-gendimednet
"Forschungsvorhaben, die Geschlechteraspekte mithilfe interaktiver digitaler Technologien in der medizinischen Forschung und Versorgung verankern. Die Konsortien erforschen, wie sich geschlechtsspezifische Daten- und Wissenslücken in der Medizin mittels interaktiver Technologien schließen lassen."
https://www.interaktive-technologien.de/foerderung/bekanntmachungen/gege
"GenDiMedNet ist ein kooperatives Verbundvorhaben der Universität Bielefeld, der Universität Greifswald, der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg, initiiert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Als übergeordnetes Netzwerk fungiert es als organisatorischer und inhaltlicher Rahmen für weitere Verbundprojekte aus der Förderrichtlinie Interaktive Technologien für eine geschlechtsspezifische Gesundheit (GeGe) einschließlich ihrer wissenschaftlichen Begleitforschung. Das zentrale Anliegen besteht darin, interaktive Technologien mit den Prinzipien geschlechtersensibler Medizin zu verzahnen, um innovative, nutzerorientierte und wirksame digitale Diagnostik- und Therapielösungen für Menschen unterschiedlichen Geschlechts zu fördern." https://www.linkedin.com/company/gendimednet/about/
GenDiMedNet - Geschlechterforschung in der Medizin mit FDM
Netzwerkplattform für geschlechtersensible Gesundheitsanwendungen
Webseite: https://www.gendimed.net/de/news/news-article
https://www.instagram.com/p/DUSdg4aDO-9/
Open Access und Gender Studies/Gender Research
https://open-access.network/informieren/open-access-in-fachdisziplinen/geschlechterforschung
"Open-Access-Publizieren bietet gerade für die Geschlechterforschung enorme Chancen: Aufgrund von politischen Vorbehalten gegenüber der Geschlechterforschung und der uneindeutigen Verortung zwischen den Disziplinen sind ihre Ergebnisse Rezeptionssperren ausgesetzt. Open-Access-Publikationen können durch die mögliche größere Sichtbarkeit und den direkten Zugriff auf Volltexte diese Sperren überwinden und so ihre Qualität belegen."[1]
Wichtige Projekte (2026)
- DDF-Projekte 2026
- Ziel: Datenmäßige Aufbereitung und Digitalisierung feministischer Geschichte (u. a. DDR-Lesbenbewegung, queere Emanzipation).
- Förderung: Knapp 1 Million Euro durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
- Träger: Digitales Deutsches Frauenarchiv (DDF).
- GendAReview – Systematic Reviews
- Ziel: Untersuchung und methodische Aufbereitung der Verankerung machtkritischer Geschlechterforschung in der Wissenschafts- und Hochschulforschung.
- Laufzeit: Gefördert durch das BMBF bis März 2026.
- Träger: CEWS / GESIS.
- 360° Gender in der Forschung (GinF)
- Ziel: Praxisnahe Workshops zur methodischen und datentechnischen Integration der "Gender Dimension" in Forschungsdesigns und Datenmanagementpläne (DMP).
- Laufzeit: Veranstaltungsreihen im Jahr 2026.
- Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
- SEE-ERA („Training for Change“)
- Ziel: Unterstützung süd- und osteuropäischer Universitäten beim datenbasierten Monitoring von Gender Equality Plans (GEPs).
- Aktion 2026: Durchführung der "GEP Cafés" im März 2026 zum Austausch über die Erhebung geschlechtsspezifischer Personaldaten.
- EIGE Gender Equality Forum 2026
- Ziel: Konferenz zur quantitativen Erfassung und Bereitstellung europaweiter Daten zum "Gender Gap" in Care-Arbeit und Wirtschaft.
- Termin: Geplant für den 17. November 2026.
- Träger: Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE).