Moderne Forschungsbewertung, inkl. FDM

Aus Forschungsdaten.org
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Die Reform der Forschungsbewertung und ein professionelles Forschungsdatenmanagement (FDM) sind untrennbar miteinander verbunden, da eine zukunftsfähige Wissenschaftsbewertung das Bereitstellen von FAIRen Daten als eigenständige Forschungsleistung anerkennen muss, da ein strukturiertes FDM die Grundlage für transparente, reproduzierbare und damit evaluierbare Forschung schafft.

Im Zuge der Digitalisierung der Wissenschaft reicht es jetzt (Stand Oktober 2026) nicht mehr aus, den Erfolg von Forschenden ausschließlich an gedruckten Texten zu messen. Vielmehr rücken die zugrundeliegenden Forschungsdaten als integraler Bestandteil des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses in den Fokus der Evaluation (siehe DFG-Anforderungen/Kodex/gute wiss. Praxis).

Wandel in der Forschungsbewertung

Traditionelle Bewertungssysteme in der Wissenschaft basieren bisher stark auf quantitativen Metriken von Zeitschriftenpublikationen, wie beispielsweise dem Journal Impact Factor[1] oder dem h-Index. Diese Verengung führt jedoch zunehmend zu Fehlreizen und vernachlässigt andere wertvolle Beiträge zum Wissenschaftssystem.

Internationale Initiativen wie die San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) und die Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA) fordern daher eine grundlegende Kehrtwende.

Im Zentrum einer modernen Forschungsbewertung müssen die Qualität, der inhärente Wert und die Vielfalt von Forschungsergebnissen stehen. Dazu gehören Forschungsdaten und wissenschaftliche Software, die nicht länger als bloßes Nebenprodukt eines Textartikels verstanden werden dürfen, sondern als eigenständige, zitierfähige Forschungsleistungen zu behandeln sind.

Verknüpfung von Forschungsdatenmanagement und Evaluation

Eine stärkere Verknüpfung von Forschungsdatenmanagement[2] und Evaluation bringt Vorteile für das gesamte Wissenschaftssystem mit sich. Durch die offene Bereitstellung von Daten steigt nachweislich die Sichtbarkeit und damit oft auch die Zitationsrate der zugehörigen Fachartikel.[3] Zudem ermöglichen strukturiert aufbereitete Daten eine präzisere Überprüfung von Forschungsergebnissen durch die Fachcommunity, was die allgemeine Qualität und Belastbarkeit wissenschaftlicher Aussagen sichert. Dem gegenüber stehen jedoch noch spürbare Herausforderungen in der Praxis.[4]

Der kulturelle Wandel vollzieht sich weiterhin sehr langsam (Stand: Herbst 2026).

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