WelDX

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Projekt
WelDX
Datei- und zugehörige Qualitätsstandards für Forschungsdaten im Bereich Schweißtechnik
Zeitraum: Juni 2019 bis Mai 2022
Beteiligt: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
gefördert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Website: Projekt-Webseiten

Durch die Etablierung eines einheitlichen Dateiformates soll im WelDX Projekt die Qualität schweißtechnischer Forschungsdaten gesteigert sowie deren Zugänglichkeit und Kuration erleichtert werden. Die konsequente Umsetzung von Open Science Prinzipien steht dabei neben der Förderung interinstitutioneller Zusammenarbeit ebenfalls im Vordergrund. Die BAM strebt an, im Zuge des Projektes Referenzdaten für unterschiedliche Schweißprozesse in Form das neu geschaffenen Dateiformates zu veröffentlichen.

Das Einzelprojekt WelDX wird im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur Entwicklung und Erprobung von Kurationskriterien und Qualitätsstandards von Forschungsdaten im Zuge des digitalen Wandels im deutschen Wissenschaftssystem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. (Förderkennzeichen 16QK12)

WelDX.pngBMBF gefördert vom deutsch.jpeg

Hintergrund

Forschungsdaten im Bereich der Schweißtechnik decken eine große Spanne physikalischer Domänen und Zeitskalen ab und werden mit unterschiedlichsten Sensoren erfasst. Komplexe, hochspezialisierter Versuchsaufbauten an unterschiedlichen schweißtechnischen Instituten erschweren dabei den Austausch der erhobenen Forschungsdaten. Im Rahmen des Projektes soll daher der Austausch und die Kuration von Forschungsdaten durch Nutzung eines speziell angepasst Open Source Dateiformates erreicht werden.

Ziel

Ziel des WelDX Forschungsvorhabens ist es, den Austausch wissenschaftlicher Forschungsdaten aus dem Bereich der Schweißtechnik auf Basis eines einheitlichen Open Source Dateiformates zu ermöglichen und damit die Einhaltung und Dokumentation geeigneter Qualitätsstandards zu fördern. Im Zuge der Projektarbeit wird die Zusammenarbeit und der Wissenstransfer schweißtechnischer Institute zunächst auf nationaler Ebene gefördert und die Bildung eines von der Fachcommunity getragenen Kuratoriums zur Betreuung und Weiterentwicklung des Dateiformates und der Ausarbeitung zugehöriger Qualitätsstandards angestrebt.

Zunächst erfolgt die Erstellung und Veröffentlichung eines geeigneten Dateiformates zum Austausch großvolumiger, detaillierter Forschungsdaten im Bereich mechanisierter und automatisierter Schweißverfahren. Durch die Nutzung des Dateiformates zur Dokumentation der Forschungsarbeiten soll auch für komplexe Schweißaufgaben und Versuchsaufbauten eine deutlich gesteigerte objektive Vergleichbarkeit der Messdaten und Ergebnisse im Sinne der guten wissenschaftlichen Praxis zwischen den Instituten erzielt werden.

Das mit den assoziierten Instituten zu Projektbeginn gemeinsam spezifizierte Dateiformat wird zu diesem Zweck geeignete Strukturen für die Einbindung aller gängigen Geräte und Sensoren sowie deren Messwerte beinhalten. Um die Einarbeitung und auch die spätere Anbindung zu anderen Forschungsfeldern zu erleichtern, wird das Dateiformat als Erweiterung bestehender etablierter wissenschaftlicher Formate ausgearbeitet. In der zweiten Projektphase erfolgt die Implementierung und Dokumentation einer API für die Nutzung des Dateiformates, d.h. insbesondere das Auslesen, Erstellen und Validieren der Forschungsdaten nach den festgelegten Kriterien. Es kommen gängige Open Source Softwarebibliotheken für wissenschaftliche Anwendungen zum Einsatz. Die API wird ebenfalls als Projektergebnis als Open Source Projekt verfügbar gemacht.

Weblinks

Vorträge und Poster