EcoDM

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Projekt
EcoDM
Ökosystem Datenmanagement

Analysen - Empfehlungen - FAIRification (Ecosystem Data Management - EcoDM)

Zeitraum: 1.10.2019 bis 30.3.2022
Beteiligt: Fachhochschule Potsdam (FHP)
Deutsches Archäologisches Institut (DAI)
Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) vertreten durch das Helmholtz Open Science Office
gefördert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (AKZ) 16DWWQ
Website: Projekt-Webseiten

EcoDM [Ecosystem Data Management] steht für das Verbundprojekt "Ökosystem Datenmanagement: Analysen – Empfehlungen – FAIRification". Die zentrale Fragestellung des Projekts ist, wie die stetig wachsenden digitalen Datenmengen aus unterschiedlichsten Bereichen systematisch und entsprechend der FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, and Reusable) nachhaltig genutzt werden können. Für die inhaltliche Aufbereitung der vier Themen-Säulen Wissenschaft, Public Sector, Wirtschaft und Qualifizierung werden den vier Themensäulen zugeordnete Akteure mit Hilfe qualitativer Expert*inneninterviews und einer Fokusgruppendiskussion online befragt. Die an EcoDM beteiligten Projektpartner sind die Fachhochschule Potsdam, das Deutsche Archäologische Institut und das am Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ angesiedelte Helmholtz Open Science Office.

Hintergrund

Für einen Fächer-, Organisationen- und Sektorenübergreifenden Austausch von Daten, im Sinne der European Open Science Cloud (EOSC) müssen geeignete Dateninfrastrukturen geschaffen werden. Der von Bund und Ländern eingesetzte Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) fordert die Einrichtung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) in Deutschland, um einen offenen Datenaustausch sowohl national als auch international zu gewährleisten. EcoDM unterstützt diesen Prozess durch Vernetzungsangebote, die insbesondere Akteursgruppen einschließen sollen, die nicht direkt in Projekte eingebunden sind, die von der ersten Förderphase für die NFDI profitieren.

Für den Erfolg von NFDI und EOSC ist es wichtig ein möglichst breites Spektrum an Stakeholdern an einen Tisch zu bringen, um Anforderungen, Angebote sowie Förderstrukturen und Geschäftsmodelle frühzeitig aufeinander abzustimmen. EcoDM unterstützt diese Einbindung der Community durch Expert*inneninterviews und einer Fokusgruppendiskussion, in welchen bestehende Strukturen analysiert, notwendige Schritte für ein nachhaltiges Datenmanagement ermittelt sowie Leitlinien entwickelt werden. In diesem Sinne fördert EcoDM die FAIRification digitaler Daten zur Umsetzung von Open Science.

Ziele

BMBF gefördert vom deutsch.jpeg

EcoDM erforscht, wie die Potenziale des rasanten digitalen Datenwachstums systematisch und FAIR genutzt werden können. Dies schließt insbesondere die Erforschung der dafür benötigten Kompetenzen, Fähigkeiten und neuen Rollen der Beteiligten ein.

EcoDMs Forschungsansatz basiert auf zwei zentralen Hypothesen zu den Rahmenbedingungen, die mindestens erfüllt sein müssen, um diese Potenziale effektiver und effizienter zu nutzen:

  1. Daten müssen auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar gemacht werden (FAIRification).
  2. Relevante Akteursgruppen müssen zur Freigabe eigener und Nachnutzung von Daten Dritter motiviert bzw. dabei unterstützt werden.

Ausgehend von diesen beiden Hypothesen identifiziert EcoDM die Akteursgruppen genauer, befragt diese online in Form von qualitativen Expert*inneninterviews und einer Fokusgruppendiskussion nach ihren Anforderungen an die FAIRification und nach den Bedingungen, die sie zur Freigabe eigener Daten bzw. Nachnutzung von Daten Dritter motiviert bzw. unterstützt.

Ein Ergebnis des Projekts wird die Identifikation von konkreten Handlungsempfehlungen darstellen, die sowohl jede Akteursgruppe betreffen als auch übergreifend die FAIRe Datenproduktion und -nachnutzung in Deutschland unterstützen und beschleunigen sollen.

Themen-Säulen

Das Vorhaben zielt darauf ab, in den und über vier Themen-Säulen hinweg das Themengebiet FAIRes Datenmanagement in Deutschland sowohl inhaltlich in der Tiefe als auch breit in der Fläche zu diskutieren. Für die Erarbeitung der Ergebnisse in den vier Themen-Säulen werden die Instrument der qualitativen Expert*inneninterviews und der Fokusgruppendiskussion, ergänzt um jeweils eine Landscape- und Gap-Analyse, verwendet. Die Fokusgruppendiskussion dient dabei auch zum Austausch zu Querschnittsthemen und zur Vernetzung der unterschiedlichen Akteure.

Die vier Themen-Säulen sind:

  • Wissenschaft
  • Public Sector
  • Wirtschaft
  • Qualifizierung

Ansprechparter

Prof. Dr. Heike Neuroth

Fachhochschule Potsdam (FHP)

Henriette Senst

Deutsches Archäologisches Institut (DAI)

Dr. Christoph Bruch

Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ)